Ahrefs verstehen und richtig nutzen

Sie fragen sich, warum die Websites Ihrer Wettbewerber in Google & Co. vor Ihnen ranken? Um herauszufinden, woran das liegt und aktiv etwas daran zu ändern, benötigen Sie in der Regel ein professionelles SEO-Tool. Eines der bekanntesten weltweit ist Ahrefs. Mit diesem von vielen SEO- und Marketing-Experten genutzten Werkzeug erhalten Sie detaillierte Einblicke in die Sichtbarkeit von Websites. Sie analysieren Strategien Ihrer Wettbewerber, finden deren wichtigsten Keywords und wertvollsten Links und können diese Erkenntnisse nutzen, um Ihre eigene Website gezielt zu verbessern. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über das Tool, seine Funktionen und wie Sie diese praxisnah einsetzen.

Was ist Ahrefs?

Ahrefs ist als Backlink-Analyse-Tool zu Beginn der 2010er-Jahre gestartet. Seitdem hat sich die Plattform zu einer umfangreichen SEO-Suite entwickelt, die von der Keyword-Recherche bis hin zur Wettbewerbsanalyse viele zentrale SEO-Aufgaben abdeckt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt nach wie vor auf der Analyse von Backlinks und Keywords. Laut eigenen Angaben betreibt der in Singapur ansässige Anbieter einen sehr aktiven Web-Crawler und überwacht in seiner Datenbank Milliarden von URLs, Backlinks und Suchbegriffen aus zahlreichen Ländern und Sprachräumen.

In den letzten Jahren hat Ahrefs sein Angebot schrittweise erweitert und geht zunehmend über klassische SEO-Daten hinaus. Neue Funktionen ermöglichen beispielsweise, Markenpräsenz in unterschiedlichen Kanälen besser zu erfassen oder KI-gestützte Auswertungen zu nutzen. Spezielle Themen wie KI-Sichtbarkeit und Generative Engine Optimization (GEO) sind komplex und würden den Rahmen dieses Überblicks sprengen. Sie eignen sich für einen eigenen, vertiefenden Ratgeber.

Für wen eignet sich Ahrefs?

Das SEO-Tool richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Anwender, etwa SEO-Profis, spezialisierte Inhouse-Teams und Agenturen. Marketing-Verantwortliche in Unternehmen profitieren ebenso von den umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten, müssen aber eine gewisse Einarbeitungszeit einplanen, um das volle Potenzial zu nutzen. Für komplette Neulinge ohne grundlegendes SEO-Wissen kann der Einstieg herausfordernd sein, da viele Kennzahlen kontextabhängig interpretiert werden müssen.

Ahrefs bietet verschiedene Preismodelle mit gestaffeltem Funktionsumfang. Neben kostenlosen Basisfunktionen für verifizierte Website-Inhaber gibt es einen vergleichsweise günstigen Einstiegsplan, der einen Einblick in zentrale Features ermöglicht, jedoch teilweise eingeschränkte Daten und Limits aufweist. Höherpreisige Pläne richten sich an professionelle Nutzer mit regelmäßigem Analysebedarf und umfassen entsprechend größere Datenkontingente und zusätzliche Module.

Die wichtigsten Funktionen von Ahrefs

Ahrefs gliedert sich in mehrere zentrale Module, die unterschiedliche SEO-Aufgaben abdecken und sich flexibel kombinieren lassen:

  • Site Explorer zur umfassenden Analyse von Domains und URLs
  • Keywords Explorer zur Recherche relevanter und lukrativer Suchbegriffe
  • Backlink-Analyse zur Bewertung von Linkprofilen
  • Content Explorer zur Identifikation beliebter Inhalte und Themen
  • Site Audit zur technischen und inhaltlichen Prüfung von Websites

In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die einzelnen Module ein und erläutern, wie Sie diese sinnvoll in Ihrer SEO-Praxis einsetzen können.

Keyword-Recherche mit dem Keywords Explorer

Jede SEO-Strategie beginnt mit der Frage, zu welchen Suchbegriffen eine Website sichtbar sein soll und welche Keywords für Ihr Geschäftsmodell besonders wertvoll sind. Die erste Anlaufstelle dafür ist in Ahrefs der Keywords Explorer. Das Tool greift auf eine große Datenbasis indexierter Suchbegriffe zurück und hilft Ihnen dabei, aussichtsreiche und zugleich machbare Keywords für Ihre Website zu finden.

Über das Menü haben Sie Zugriff auf verschiedene Auswertungen:

  • Matching Terms: zeigt Keywords, die Ihren eingegebenen Suchbegriff enthalten. Geben Sie etwa „SEO lernen“ ein, schlägt der Keywords Explorer zum Beispiel „SEO lernen kostenlos“ oder „SEO lernen Anfänger“ vor.
  • Related Terms: listet Begriffe auf, für die die aktuell bestplatzierten Seiten zu Ihrem Keyword ebenfalls ranken, zum Beispiel „SEO Anleitung für Anfänger“. Der Modus „Also talk about“ ergänzt Begriffe, die auf diesen Seiten häufig vorkommen, etwa „Backlinks“ oder „Google Search Console“.
  • Search Suggestions: ergänzt die Recherche um Autocomplete-Vorschläge der Suchmaschine und zeigt Ihnen Variationen, die Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich eingeben.

Zu jedem Keyword liefert das Tool wichtige Metriken, mit denen Sie Potenzial und Machbarkeit bewerten können. Dazu zählen unter anderem das geschätzte monatliche Suchvolumen, die von Ahrefs ermittelte Keyword Difficulty (KD) und das Traffic-Potenzial der aktuell führenden Seiten. Auf Basis dieser Kombination lässt sich abschätzen, welche Begriffe sich besonders für Ihre Inhalte eignen.

Keyword Difficulty verstehen

Zur Einschätzung der Konkurrenzsituation zeigt Ahrefs für jedes Keyword die sogenannte Keyword Difficulty (KD) mit einem Wert von 0 bis 100 an. Dieser Wert schätzt ein, wie schwer es ist, für einen Suchbegriff auf der ersten Google-Ergebnisseite zu ranken. Grundlage ist in erster Linie die durchschnittliche Anzahl verlinkender Domains, die zu den derzeit führenden Seiten für dieses Keyword gehören. Aspekte wie Content-Qualität, Suchintention oder die Stärke Ihrer eigenen Domain fließen in diese Kennzahl nicht direkt ein.

Als grobe Orientierung nutzen viele SEO-Verantwortliche folgende Einteilung:

  • KD unter 10: vergleichsweise leicht – oft reichen wenige qualitativ gute Backlinks und sauberer Content.
  • KD 10 bis 30: grundsätzlich machbar, wenn Ihre Domain ein solides Profil mitbringt.
  • KD über 30: deutlich stärker umkämpft, meist ist gezieltes Linkbuilding und sehr guter Content erforderlich.
  • KD über 50: stark umkämpfte Keywords, die insbesondere für neue oder schwache Domains schwer zu erreichen sind.

Diese Einteilung ist nicht als starre Regel zu verstehen, sondern dient als grobe Hilfestellung. In der Praxis kommt es immer darauf an, wie gut Ihr Inhalt die Suchintention trifft und wie stark Ihre Website insgesamt aufgestellt ist.

Verhältnis zwischen Domain Rating (DR) und Keyword Difficulty (KD)

Wichtig ist, dass Sie die Keyword Difficulty immer im Zusammenspiel mit dem Domain Rating (DR) Ihrer Website betrachten. Mit dem DR bewertet Ahrefs die Autorität (Linkstärke) einer Domain auf einer Skala von 0 bis 100. Je höher Ihr DR, desto eher können Sie sich auch Keywords mit höherer Schwierigkeit vornehmen, weil Ihre Website im Vergleich zur Konkurrenz als etablierter gilt.

Ist Ihre Website beispielsweise noch jung und besitzt ein DR im unteren oder mittleren Bereich, kann es sinnvoll sein, sich zunächst auf Keywords mit niedriger bis mittlerer KD zu konzentrieren. So erhöhen Sie Ihre Chancen, sichtbare Rankings zu erzielen, erste Erfolge zu verbuchen und Ihr Profil nach und nach auszubauen. Für etablierte Domains mit hohem DR kommen dagegen auch ambitioniertere Begriffe in Frage, sofern diese fachlich und strategisch zu Ihren Zielen passen.

Backlink-Analyse mit Ahrefs

Links von anderen Websites gehören nach wie vor zu den relevanten Rankingfaktoren in vielen Suchmaschinen. Um diese Verlinkungen im Detail analysieren zu können, bietet Ahrefs einen sehr umfangreichen Backlink-Index, der kontinuierlich aktualisiert wird. Sie können damit nachvollziehen, welche Seiten auf Ihre Domain verlinken und wie das Linkprofil Ihrer Wettbewerber aussieht.

Für jede eingegebene Domain zeigt die Backlink-Analyse unter anderem folgende zentrale Datenpunkte:

  • die Anzahl der eingehenden Links
  • die Zahl der verlinkenden Domains
  • die Qualität und Relevanz der einzelnen Backlinks

Zusätzlich liefert das Tool zu jedem Link detaillierte Informationen, etwa:

  • das Domain Rating (DR) der verlinkenden Website
  • das URL Rating (UR) der spezifischen verlinkenden Seite
  • den geschätzten organischen Traffic der Linkquelle
  • den verwendeten Ankertext (z. B. „SEO lernen“)
  • den Link-Typ (dofollow oder nofollow)

Mit diesen Daten können Sie Ihr aktuelles Linkprofil besser einschätzen und Schwachstellen erkennen. Gleichzeitig identifizieren Sie wertvolle Linkquellen in Ihrer Branche, die regelmäßig hochwertige Inhalte verlinken. Achten Sie dabei stets auf eine nachhaltige, richtlinienkonforme Linkaufbau-Strategie und vermeiden Sie manipulative Methoden, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen verstoßen könnten.

Konkurrenzanalyse mit Ahrefs

Ohne SEO-Tool bleibt häufig unklar, für welche Keywords Ihre Wettbewerber tatsächlich ranken und welche Inhalte ihnen den meisten organischen Traffic bringen. Hier setzt der Site Explorer von Ahrefs an. Geben Sie eine Wettbewerber-Domain ein, sehen Sie auf einen Blick, für welche Suchbegriffe diese Website sichtbar ist und welche Seiten besonders stark performen.

Darüber hinaus können Sie Ihre eigene Domain direkt mit ausgewählten Wettbewerbern vergleichen. So erhalten Sie eine Liste von Keywords, für die Ihre Konkurrenz rankt, Ihre Website aber noch nicht. Diese sogenannten „Content-Gaps“ zeigen Themen auf, die Sie bislang nicht oder nur unzureichend abdecken. Häufig versteckt sich hier viel Potenzial für neue Inhalte oder Optimierungen bestehender Seiten.

Analysieren Sie zusätzlich, welche Wettbewerber-Seiten in letzter Zeit besonders starkes Traffic-Wachstum verzeichnen. So erkennen Sie schnell, auf welche Content-Strategie Ihre Mitbewerber derzeit setzen und welche Formate oder Themen dort gut funktionieren. Nutzen Sie diese Erkenntnisse als Anregung für Ihre eigene Planung, ohne Inhalte zu kopieren oder fremde Markenauftritte nachzuahmen.

Content Explorer: Inhalte finden, die Links und Aufmerksamkeit anziehen

Der Content Explorer zeigt Ihnen, welche Inhalte in Ihrer Branche häufig gelesen, geteilt und verlinkt werden. Das Tool funktioniert wie eine spezialisierte Suchmaschine für Content-Marketing und hilft Ihnen, erfolgreiche Inhalte zu identifizieren.

Um zu starten, geben Sie ein Thema oder Stichwort in das Suchfeld ein. Als Ergebnis erhalten Sie Inhalte, die zu diesem Thema besonders gut performen. Diese lassen sich unter anderem nach Backlinks, geschätztem organischem Traffic oder Social Shares sortieren. So erkennen Sie, welche Formate (z. B. Leitfäden, Studien, Checklisten) und welche Ausrichtungen (z. B. How-to, Vergleich, Meinung) in Ihrer Zielgruppe gut ankommen.

Ihre Chance liegt darin, auf Basis dieser Analyse eigene, hochwertige Inhalte zum selben Thema zu entwickeln, die einen erkennbaren Mehrwert bieten – zum Beispiel durch mehr Aktualität, größere Tiefe oder bessere Aufbereitung. Ein gewisser Erfolgsfaktor bleibt immer vom Marktumfeld abhängig, doch der Content Explorer liefert Ihnen eine fundierte Grundlage, anstatt rein auf Bauchgefühl zu setzen.

Praxisbeispiel: SEO-Analyse mit Ahrefs

Für eine grundlegende SEO-Analyse Ihrer Website starten Sie im Site Explorer. Geben Sie Ihre Domain in das Suchfeld ein. Nach dem Laden sehen Sie Kennzahlen wie das Domain Rating (DR), den geschätzten organischen Traffic und eine Übersicht der Keywords, zu denen Sie bereits ranken.

Klicken Sie im Site Explorer auf „Organic Keywords“. Hier sehen Sie Ihre aktuellen Rankings. Um schnell nutzbare Potenziale aufzudecken, konzentrieren Sie sich auf Suchbegriffe, zu denen Ihre Website ungefähr zwischen Platz 5 und 15 rankt. Diese Begriffe gelten oft als „Quick Wins“: Mit gezielten inhaltlichen Optimierungen oder zusätzlichen hochwertigen Backlinks können Sie hier mit überschaubarem Aufwand bessere Positionen erreichen.

Zur umfassenden Analyse gehört auch ein Blick auf Ihr Backlink-Profil. Wechseln Sie dafür im Site Explorer in den Bereich „Backlinks“. Dort können Sie nachvollziehen, ob Sie in den letzten Monaten Links verloren haben oder ob sich Ihr Linkaufbau stabil entwickelt. Eine grafische Darstellung hilft, Trends und Auffälligkeiten zu erkennen.

Im nächsten Schritt vergleichen Sie Ihre Domain mithilfe der Konkurrenzanalyse mit zwei bis drei relevanten Wettbewerbern. Entdecken Sie zum Beispiel, dass ein Konkurrent einen ausführlichen Ratgeber zu „SEO Kurse“ veröffentlicht und damit neue Rankings erzielt, zeigt sich daraus eine mögliche Content-Lücke auf Ihrer Seite. Notieren Sie alle wichtigen Erkenntnisse und priorisieren Sie die daraus resultierenden Aufgaben in einem übersichtlichen Maßnahmenplan.

Vorteile von Ahrefs

Ahrefs zählt zu den umfangreicheren SEO-Tools am Markt und bietet insbesondere bei der Analyse von Backlinks und Keywords eine sehr tiefe Datenbasis. Zu den typischen Vorteilen gehören:

  • umfangreicher Backlink-Index mit häufig aktualisierten Daten
  • große Keyword-Datenbank mit zahlreichen Varianten und Metriken
  • viele Filter- und Sortiermöglichkeiten für detaillierte Auswertungen
  • leistungsstarke Module wie Site Explorer, Keywords Explorer und Site Audit
  • geeignet für professionelle Anwender und Agenturen mit hohem Analysebedarf

Gerade für fortgeschrittene Nutzerinnen und Nutzer bietet die Kombination aus Tiefe der Daten und Flexibilität der Reports einen großen Mehrwert bei der Planung und Steuerung von SEO-Maßnahmen.

Nachteile von Ahrefs

Den Vorteilen stehen einige Punkte gegenüber, die Sie bei der Entscheidung für oder gegen Ahrefs berücksichtigen sollten:

  • relativ hohe Kosten im Vergleich zu einfachen Einsteiger-Tools
  • umfangreiche Oberfläche, die insbesondere für Neueinsteiger zunächst komplex wirken kann
  • ein Teil der Inhalte und Dokumentation liegt überwiegend in englischer Sprache vor
  • für kleine Websites mit gelegentlichem Analysebedarf kann der Funktionsumfang überdimensioniert sein

Während es mittlerweile günstigere Einstiegspläne gibt, sind diese häufig in der Datentiefe und bei bestimmten Modulen limitiert. Wer das komplette Potenzial ausschöpfen möchte, sollte daher mit laufenden Kosten planen und sicherstellen, dass das Team das Tool regelmäßig nutzt.

Ahrefs im Vergleich zu anderen SEO-Tools

Verglichen mit kostenlosen oder sehr einfachen Einsteiger-Tools spielt Ahrefs in einer anderen Liga. Während Basis-Tools meist nur eine begrenzte Anzahl von Keyword-Vorschlägen oder grobe Backlink-Zahlen liefern, bietet Ahrefs detaillierte Daten, umfangreiche Filter und spezialisierte Reports.

Im professionellen Umfeld im DACH-Raum wird Ahrefs häufig mit anderen SEO-Suiten wie Semrush oder Sistrix verglichen. Jedes dieser Tools setzt eigene Schwerpunkte, etwa bei historischen Daten, bei PPC-Analysen oder bei regionalen Sichtbarkeitskennzahlen. In der Praxis setzen viele Agenturen und größere Unternehmen daher auf eine Kombination aus mehreren Tools, um unterschiedliche Perspektiven auf ihre SEO-Performance zu erhalten.

Typische Fehler bei der Nutzung

Ahrefs stellt eine Vielzahl von Daten bereit. Ohne klare Fragestellung besteht die Gefahr, sich in den Reports zu verlieren und wenig konkrete Maßnahmen abzuleiten. Um das zu vermeiden, sollten Sie vor jeder Analyse definieren, was Sie genau herausfinden wollen – zum Beispiel Content-Lücken, neue Linkmöglichkeiten oder Optimierungspotenziale bestehender Seiten.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, bei der Keyword-Recherche ausschließlich auf das Suchvolumen zu achten. Hohe Suchvolumina wirken zwar attraktiv, führen aber nicht automatisch zu mehr Erfolg, wenn die Suchintention nicht zu Ihrem Angebot passt oder der Wettbewerb sehr stark ist. Ebenso wichtig ist es, die Keyword Difficulty richtig einzuordnen und Ihre Domain-Stärke realistisch zu bewerten.

Beim Thema Backlinks zählt nicht allein die Menge. Entscheidender ist die Qualität, Relevanz und Natürlichkeit des Linkprofils. Viele mittelmäßige oder unnatürliche Links können langfristig problematisch sein. Konzentrieren Sie sich lieber auf ausgewählte, hochwertige Verlinkungen, die thematisch passen und auf seriösen Websites platziert sind.

Schließlich kommt es auch auf die richtige Keyword-Strategie an: Fokussieren Sie sich nicht nur auf sehr allgemeine Shorthead-Keywords, die für neue oder kleinere Websites oft kaum erreichbar sind. Longtail- und lokale Keywords wie „SEO-Agentur + Stadt“ sind häufig wesentlich realistischer und führen schneller zu messbaren Ergebnissen.

So nutzen Sie Ahrefs richtig

Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ahrefs ziehen, empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen, das alle wichtigen Module einbezieht:

  • Recherchieren Sie im Keywords Explorer passende und realistisch erreichbare Keywords für Ihre Inhalte.
  • Analysieren Sie mit dem Site Explorer, wie Ihre Konkurrenz aufgestellt ist und welche Themen dort erfolgreich sind.
  • Prüfen Sie Backlink-Profile, um den nötigen Linkaufbau für bestimmte Keywords einzuschätzen.
  • Nutzen Sie Site Audit, um technische und strukturelle Probleme Ihrer Website zu identifizieren und zu beheben.
  • Planen und optimieren Sie Inhalte auf Basis der gewonnenen Daten und beobachten Sie die Entwicklung Ihrer Rankings über einen längeren Zeitraum.

SEO-Ergebnisse stellen sich erfahrungsgemäß nicht über Nacht ein. Ein Zeitraum von mehreren Monaten ist realistisch, um erste klare Effekte zu erkennen. Kontinuität und regelmäßige Auswertungen sind daher entscheidend.

Best Practices

Um mit Ahrefs bestmögliche Resultate zu erzielen, haben sich folgende Grundsätze bewährt:

  • Betrachten Sie Kennzahlen wie Keyword Difficulty, Suchvolumen und Traffic-Potenzial niemals isoliert, sondern immer in Kombination.
  • Bleiben Sie bei Ihrer Keyword-Wahl realistisch und richten Sie diese an der aktuellen Stärke Ihrer Domain und Ihren Ressourcen aus.
  • Planen Sie Ihren Linkaufbau strategisch. Funktionen wie „Best by Links“ zeigen Ihnen, welche Inhalte in Ihrer Branche besonders viele Links anziehen.
  • Führen Sie Konkurrenzanalysen nicht nur einmalig, sondern regelmäßig durch, um neue Chancen frühzeitig zu erkennen.
  • Dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse und leiten Sie konkrete Maßnahmen ab, anstatt sich allein auf spontane Einzelanalysen zu verlassen.

Fazit: Lohnt sich Ahrefs?

Ahrefs gehört zu den leistungsstarken SEO-Tools am Markt und bietet insbesondere für ambitionierte Website-Betreiber, Inhouse-SEOs und Agenturen einen großen Mehrwert. Für gelegentliche Analysen kleiner Projekte kann die Lösung dagegen überdimensioniert sein, insbesondere in den höherpreisigen Plänen.

Die Investition lohnt sich vor allem dann, wenn Sie die bereitgestellten Daten verstehen, regelmäßig nutzen und systematisch in Ihre Content-Strategie, Ihre technische Optimierung und Ihr Linkbuilding einfließen lassen. Einstiegsmöglichkeiten bieten der kostenlose Zugang für verifizierte Websites und ein kostengünstiger Starter-Plan mit begrenztem Funktionsumfang. Für eine umfassende Keyword-Recherche, tiefgehende Wettbewerbsanalysen und intensive Arbeit mit großen Datenmengen sind hingegen die umfangreicheren Pläne vorgesehen.