Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschränkt sich nicht nur auf Texte. Bilder und
Grafiken spielen eine ebenso wichtige Rolle. Daher sollte auf eine professionelle
Bilder-SEO geachtet werden. Sie umfasst alle Maßnahmen zur Optimierung der
Qualität, Indexierbarkeit und Effizienz von Bildern.
Eine durchdachte Bilder-SEO verbessert die Nutzererfahrung und kann gleichzeitig
die Auffindbarkeit einer Website sowie das Ranking in Suchmaschinen positiv
beeinflussen. Die folgenden Tipps und Informationen unterstützen dabei, eine
effektive Bilder-SEO für die eigene Website umzusetzen.
Warum ist Bilder-SEO so wichtig?
Bilder sind ein wesentlicher Bestandteil des Webdesigns. Sie wecken das
Nutzerinteresse, machen Seiten attraktiver und
verbessern das Nutzererlebnis. Das gilt für alle Arten von
Webseiten – unabhängig davon, ob es sich um eine Unternehmensseite, einen
Online-Shop oder einen Blog handelt.
Eine gezielte Optimierung ist daher unerlässlich. Fühlen sich Besucherinnen und
Besucher auf einer Seite wohl, bleiben sie länger und werden eher dazu animiert,
weitere Inhalte aufzurufen. Für eine positive Nutzererfahrung müssen Bilder
schnell laden. Sind Ladezeiten zu lang, verlassen Interessierte die Seite
frühzeitig.
Bilder sollten zudem konsequent für mobile Endgeräte optimiert werden. Der Trend
geht klar zur mobilen Nutzung. Anwendungen wie Google Discover gewinnen dabei
zunehmend an Bedeutung, da sie speziell auf mobile Inhalte ausgerichtet sind.
Die technischen Aspekte der Bilderoptimierung verdienen besondere
Aufmerksamkeit. Suchmaschinen analysieren Bilder als festen Bestandteil ihrer
Algorithmen. Richtig optimierte Bilder können die Sichtbarkeit erhöhen und den
Traffic steigern.
Dies gilt insbesondere für Bildsuchmaschinen und die Bildersuche
über Google Images oder Bing. Visuell geprägte Branchen wie Mode, Kunst,
Innenarchitektur oder E-Commerce nutzen diese Kanäle gezielt, um passendes
Bildmaterial bereitzustellen.
Schnelle Ladezeiten machen Webseiten konkurrenzfähig. Sie werden
über die Core Web Vitals gemessen und haben einen direkten Einfluss auf das
Ranking. Wird Bilder-SEO konsequent umgesetzt, steigt somit auch die
Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
So setzen Sie Alt-Tags richtig ein
Zu den wichtigsten Maßnahmen der Bilder-SEO zählen Alt-Tags. Sie sind ebenso
relevant wie ein aussagekräftiger Title-Tag. Der Alt-Tag – auch Alt-Text genannt –
ist ein HTML-Attribut mit einer kurzen, präzisen Bildbeschreibung.
Suchmaschinen wie Google nutzen Alt-Texte zur Indexierung und als
Ranking-Signal. Gut formulierte Alt-Tags stellen sicher, dass Crawler den
inhaltlichen Kontext einer Seite korrekt erfassen. Gleichzeitig tragen sie zur
Barrierefreiheit bei, da Screenreader sie für Menschen mit
visuellen Einschränkungen vorlesen.
Nicht jedes Bild benötigt einen Alt-Tag. Alle Bilder, die für das Verständnis
einer Seite relevant sind, sollten jedoch mit einem Alt-Text versehen werden.
Bei der Erstellung sind folgende Punkte zu beachten:
- Eine Länge von etwa 50 bis 100 Zeichen bevorzugen.
- Die Funktion des Bildes auf der Seite berücksichtigen.
- Wichtige Bilder prägnant und verständlich beschreiben.
- Keywords sparsam und natürlich integrieren.
Alt-Tags konzentrieren sich auf das Wesentliche. Sie beschreiben sowohl, was ein
Bild zeigt, als auch, welche Aussage es transportiert. Eine mit Autos überfüllte
Straße kann beispielsweise Stau, Berufsverkehr oder Umweltbelastung
repräsentieren.
Ein Tourismusportal beschreibt ein römisches Mosaik als Sehenswürdigkeit, während
ein Archäologieportal den historischen Kontext in den Vordergrund stellt. Ebenso
sollten die Interessen der jeweiligen Zielgruppe berücksichtigt werden.
Der Alt-Text „Garten mit bunten Blumen an einem sonnigen Sommertag“ eignet sich
für eine allgemeine Beschreibung. Für einen Pflanzen-Shop sollten hingegen
Pflanzengattungen und Farben genannt werden. Unzusammenhängende
Wortansammlungen wie „Garten, Gras, Blumen, Sonnenschein“ sind zu vermeiden, da
sie keine sinnvolle Beschreibung darstellen.
Dateigröße und Kompression für Bilder optimieren
Lange Ladezeiten beeinträchtigen die SEO-Leistung einer Webseite erheblich. Bereits
seit 2010 berücksichtigt Google die Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor. Häufig
sind große Bilddateien die Ursache für eine schlechte Performance.
Es reicht jedoch nicht aus, die Bildqualität pauschal zu reduzieren, da dies
negative Auswirkungen auf Design und Optik einer Webseite hätte. Die Lösung liegt
in einer professionellen Bildoptimierung. Dadurch lässt sich die
Dateigröße reduzieren, ohne die Bildqualität übermäßig zu beeinträchtigen. Dies
gelingt durch die Wahl des passenden Bildformats, eine angepasste Bildgröße sowie
gezielte Bildkompression.
Eine effiziente Bildkomprimierung trägt maßgeblich zu schnelleren Ladezeiten bei.
Grundsätzlich wird zwischen verlustbehafteter und verlustfreier
Bildkomprimierung unterschieden. Bei der verlustbehafteten Kompression
werden dauerhaft Bilddaten entfernt, wodurch die Dateigröße deutlich sinkt – bei
gleichzeitigem Qualitätsverlust. Die verlustfreie Kompression erhält die
Bildqualität weitgehend, spart jedoch nur begrenzt Speicherplatz.
Für eine effektive Bilder-SEO ist eine ausgewogene Balance zwischen Qualität und
Dateigröße entscheidend. Diese wird auch durch die Wahl des Bildformats beeinflusst.
Klassische Formate wie JPEG, PNG und GIF verfügen jeweils über spezifische Vor- und
Nachteile. Moderne Formate wie WebP und AVIF zielen darauf ab, eine höhere
Bildqualität bei gleichzeitig geringerer Dateigröße zu ermöglichen.
Zur Optimierung der Bilddateien stehen verschiedene
Bildoptimierungstools zur Verfügung, darunter ImageOptim,
TinyPNG, Image Optimizer oder Squoosh. Diese Tools erlauben eine gezielte Anpassung
von Dateigröße und Abmessungen bei möglichst hoher Qualität.
Bilder, die über die gesamte Bildschirmbreite dargestellt werden, sollten etwa
1.920 Pixel breit sein. Die gängige Standardbreite liegt bei 1.080 Pixeln. Für
kleinere Bildelemente empfiehlt sich ein Drittel oder ein Viertel dieser
Standardbreite.
Mit den folgenden Schritten lassen sich Bilder optimieren und Ladezeiten messbar
reduzieren:
- Aktuelle Ladezeiten ermitteln, um eine Vergleichsbasis zu schaffen.
- Eigenschaften verschiedener Bildformate prüfen und das passende Format wählen.
- Bildgröße durch Cropping oder Skalierung anpassen.
- Dateigröße mithilfe eines Bildoptimierungstools komprimieren.
- Neue Ladezeiten messen und mit den ursprünglichen Werten vergleichen.
Ladezeiten reduzieren – Performance steigern
Ein Blick auf die Core Web Vitals zeigt, welche Faktoren für die
Leistungsfähigkeit einer Webseite entscheidend sind. Diese Metriken zählen zu den
wichtigsten Bewertungskriterien, mit denen Google die Nutzererfahrung misst. Ziel
ist es, Seiten mit einer guten Performance zu belohnen.
-
Largest Contentful Paint (LCP): Misst, wann das größte sichtbare
Element nach dem Seitenaufruf geladen ist. Der Zielwert liegt bei unter
2,5 Sekunden. -
Interaction to Next Paint (INP): Bewertet die Interaktivität
einer Seite. Die Reaktionszeit zwischen Nutzeraktion und Seitenreaktion sollte
unter 200 Millisekunden liegen. -
Cumulative Layout Shift (CLS): Bewertet die visuelle Stabilität
der Seite. Layout-Verschiebungen sollten möglichst vermieden werden. Der
Zielwert liegt bei unter 0,1.
Durch eine konsequente Bilder-SEO lassen sich diese Kennzahlen positiv
beeinflussen. Aufgrund ihrer Dateigröße haben Bilder einen erheblichen Einfluss
auf die Gesamtperformance einer Webseite.
Zur weiteren Optimierung kann Lazy Loading eingesetzt werden.
Dabei werden Bilder und Inhalte erst geladen, wenn sie tatsächlich im sichtbaren
Bereich erscheinen. Dies reduziert initiale Ladezeiten und verbessert insbesondere
die Performance auf mobilen Endgeräten.
Caching kann ebenfalls zu schnelleren Ladezeiten beitragen. Dabei
werden bereits geladene Inhalte zwischengespeichert und bei erneuten Zugriffen
sofort ausgeliefert. Zusätzlich können Content Delivery Networks (CDNs) für Bilder
Ladezeiten verkürzen, indem Inhalte von Servern bereitgestellt werden, die sich
geografisch nahe bei den Nutzerinnen und Nutzern befinden.
Immer wichtiger: Bilder-SEO für mobile Geräte
Um eine SEO-Strategie für Bilder zu vervollständigen, müssen die Besonderheiten
mobiler Endgeräte berücksichtigt werden. Dadurch lässt sich eine bessere
Sichtbarkeit in Suchmaschinenergebnissen erzielen, die speziell auf mobile Geräte
ausgerichtet sind. Gleichzeitig verbessert sich das Nutzererlebnis für alle, die
Inhalte über Smartphones aufrufen.
Mobile Nutzerinnen und Nutzer erwarten schnelle Ladezeiten. Studien zeigen, wie
negativ sich langsame Ladezeiten auf die Nutzererfahrung auswirken. Das Laden
großer Bilddateien für kleine Displays ist daher ineffizient. Für die mobile
Optimierung sollten Bilder nicht zu groß sein.
Als Obergrenze gelten Bildabmessungen von etwa 720 × 1.280 Pixeln. Wer auf Nummer
sicher gehen möchte, wählt eine Bildbreite von 640 Pixeln. Diese Größe bietet eine
gute Balance zwischen klarer Darstellung und effizienter Ladezeit.
Für die Optimierung eignen sich Responsive Images. Dabei handelt
es sich um Bilder, die vom Browser in unterschiedlichen Größen geladen werden
können. Mithilfe der HTML-Attribute srcset und sizes wird
definiert, dass mehrere Bildvarianten in unterschiedlichen Auflösungen zur
Verfügung stehen.
Bevor eine optimierte Seite veröffentlicht wird, sollten
die mobilen Ladezeiten überprüft werden. Hierfür eignen sich
Tools wie Google PageSpeed Insights, GTmetrix oder WebPageTest. Sie ermöglichen es,
die mobile Nutzererfahrung unter verschiedenen Geräteeinstellungen zu analysieren
und gezielte Optimierungspotenziale zu identifizieren.
SEO-freundliche Dateinamen verwenden und Ordnerstrukturen optimieren
Damit Suchmaschinen Inhalte korrekt bewerten können, müssen sie diese erkennen
und einordnen. Erst wenn Bilder vom Google Crawler indexiert wurden, können sie in
den Suchergebnissen erscheinen. Deshalb sollten Dateinamen aussagekräftig und
keywordrelevant gewählt werden.
Passende Keywords im Dateinamen signalisieren, dass ein Bild thematisch relevant
für eine bestimmte Suchanfrage ist. Ebenso wichtig ist eine klare und saubere
Ordnerstruktur. Jedes Bild besitzt eine eigene URL, die sich aus Dateiname und
Ordnerpfad zusammensetzt.
Idealerweise sind Ordnerpfade kurz und übersichtlich. Zu viele
Zwischenverzeichnisse sollten vermieden werden. Ordnernamen sollten thematisch zu
den jeweiligen Seiteninhalten passen, um Suchmaschinen die Einordnung zu
erleichtern.
Sichtbarer werden mit optimierten Bildern
Hochwertiges Bildmaterial ist ein zentraler Faktor für einen ansprechenden
Internetauftritt. Gleichzeitig können große und unoptimierte Bilddateien die
Performance einer Webseite erheblich beeinträchtigen. Eine konsequente
Bilder-SEO ist daher unverzichtbar.
Durch gezielte Bildoptimierung lassen sich bessere Rankings und eine höhere
Sichtbarkeit in Suchmaschinen erzielen. Der Aufwand lohnt sich: Optimierte Bilder
sorgen für mehr Traffic, eine längere Verweildauer und eine verbesserte
Conversion-Rate.